Pfad: Home =>
AVR-Übersicht =>
Anwendungen => UV-Belichter mit Timer
UV-Belichter mit Timer ATtiny2313
Diese Anwendung eines AVR beschreibt ein Belichtungsgerät mit UV-Leuchtdioden und einem Timer
mit einem ATtiny2313 zur Einstellung der Belichtungszeit. Mit dem Belichter lassen sich fotobeschichtete
Leiterplatten belichten.
Der UV-Belichter hat folgende Eigenschaften:
- 98 UV-LEDs mit 5 mm und je 4000 mCd.
- Betrieb mit 20 mA Konstantstrom und Versorgung aus 30 V-Netzteil.
- 14 Reihen zu je 7 LEDs.
Der Timer hat folgende Eigenschaften:
- Einstellbar zwischen 10 Sekunden und 100 Minuten Belichtungszeit.
- Zweizeilige LCD-Anzeige der eingestellten Belichtungszeit und der abgelaufenen
Zeit.
- Bedienung mit drei Tasten in 10-Sekunden-Abständen.
- Eingestellte Zeit im internen EEPROM speicherbar, startet immer mit dieser
voreingestellten Zeit.
Die Hardware besteht aus
14 Konstantstromquellen mit je einem npn-Transistor BD439 und
je sieben UV-LEDs. Ohne angeschlossenen Timer liefert die Zenerdiode
und der 2,7 k-Spannungsteiler ca. 5 V Steuerspannung an die
Basis der Transistoren und schaltet die UV-Dioden ein.
Achtung! Das Licht ist sehr intensiv, bei direkter Bestrahlung der Augen
kann dies Schäden zur Folge haben! Über den Eingang "Base" kann
die Steuerspannung auf Null Volt gezogen und die LEDs ausgeschaltet
werden.
Der Aufbau der Schaltung und die Anordnung der Bauteile und Leuchtdioden
auf einer Lochraster-Europlatine zeigt
das Layout. Die schwarzen Punkte sind Leuchtdioden, die gelben Rechtecke
die Transistoren, die hellbraunen Rechtecke Widerstände, blaue
Rechtecke Schraubklemmen und rote Rechtecke Aussparungen für
Befestigungsschrauben. Die Darstellung zeigt die Draufsicht, alle
Bauteile sind auf der Oberseite der Platine angebracht, auf der
Unterseite sind die Bauteile mit lötbarem Kupferlackdraht
verdrahtet.
Die Schaltung braucht mindestens 24 V und maximal 30 V
Betriebsspannung bei ca. 300 mA Strom.
Der ATtiny2313 wird mit einem externen Quarz mit 2,4576 MHz getaktet.
Die LCD-Anzeige ist mit einem 14-poligen Steckverbinder an den Port B
(8 Datenbits), die Portbits PD0 und PD1 (Kontrollbits RS und E) und
an das Poti (Kontrasteinstellung) angeschlossen.
Die drei Taster (weiß, schwarz und rot) sind mit den Portbits
PD2, PD3 und PD4 verbunden und über die Widerstände 4k7 und
die Tantalelkos 4µ7 entprellt.
Am Portbit PD6 ist eine zweifarbige LED zur Anzeige des
Betriebszustands angeschlossen. Die Schaltung wird über den
Spannungsregler 7805 aus der Betriebsspannung des Belichters mit
5 V versorgt.
Das Programmierinterface ist über den 10-poligen
KANDA-Standardpfostenverbinder zugänglich.
Zum Inhaltsverzeichnis
Die Belichtungsplatine sollte in einem Mindestabstand von 15 cm
zur zu belichtenden Fotoplatine angebracht werden. Sollen Europlatinen
belichtet werden, ist ein noch größerer Abstand günstiger, damit
die Ränder gleichmäßig ausgeleuchtet werden.
Günstig ist der Einbau in den Deckel eines entsprechend hohen
Kastens. Der Kasten schützt dann auch die Augen vor der
direkten intensiven UV-Strahlung. Im Baumarkt gibt es solche
Kästen sehr günstig.
Nach dem Einschalten zeigt die LCD-Anzeige für etwa
2,5 Sekunden eine Meldung zur Gerätefunktion,
die Softwareversion und das Copyright der Software an.
Danach ist das Gerät betriebsbereit und die LED
leuchtet grün.
Drücken der weißen Taste erhöht die Belichtungsdauer
um 10 Sekunden, die Schwarze verringert die Belichtungsdauer.
Druck auf die schwarze Taste bei gedr¨ckter roter Taste
speichert die eingestellte Dauer, Druck auf die weiße
Taste bei gedrückter roter Taste startet die Belichtung.
Erneutes Drücken der weißen Taste bei gedrückter
roter Taste stoppt den aktiven Belichtungsvorgang. Während
des Belichtungsvorgangs blinkt die LED rot.
Die notwendige Belichtungszeit kann durch Versuche bestimmt werden.
In einem Kasten mit 14,5 cm Höhe liegt die Belichtungszeit
bei Durchleuchtung durch eine mit Laserdrucker bedruckte Folie
und einer darüber gelegten 1 mm-Plexiglasscheibe bei
knapp vier Minuten.
Zum Inhaltsverzeichnis
Die Software für den Timer ist im
HTML-Format oder als Assembler-Quellcode
verfügbar. Die assemblierte Hex-Datei
und ein fertiges EEPROM-File gibt es auch.
ACHTUNG! Frische ATtiny2313 sind intern auf den internen RC-Generator
eingestellt. Nach dem Schreiben des Flash und vor der Verwendung muss
der ATtiny2313 durch Umprogrammieren der Fuses auf den externen Quarz
eingestellt werden. Bei Umstellung der Fuse muss der ATtiny mit einem
externen Quarz bestückt sein, da sonst ein Abbruch des Brennvorgangs
und Fehlermeldungen resultieren. Am besten in der Schaltung selbst die
Fuse umprogrammieren!
Zum Inhaltsverzeichnis
©2009 by http://www.avr-asm-tutorial.net